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Meistens entstehen solche Sachen aus einer Bierlaune heraus, in diesem Fall war es nicht so.

Die Idee kam dem Präsidenten, als er seinen Ziehsohn Maxim gesehen hat, wie er mit einem Feuerwehr Bobby Car durch die Wohnung gefahren ist. Da ging ihm ein Licht auf und er dachte, warum nicht einmal versuchen einen Berg damit hinunterzufahren. Ein Seifenkisten Rennen gab es ja bereits in Hörden. Außerdem eignet sich das Bobby Car besser zum Umbauen, als eine Seifenkiste. So war der Grundgedanke! Noch im Winter (Januar 2005) schnappte er sich das Bobby Car von Maxim und fuhr auf den Hagenberg- es lag noch teilweise Schnee auf der Straße. Der Hersteller stellte ja für die Cars eine Haltbarkeit von bis zu 100kg Belastung fest. Also kein Problem und los ging es. Bis zum „S“ ging es auch gar nicht so schlecht, doch dann ging es schnurstracks geradeaus in den Graben. Nichts passiert! Alles wieder auf und weiter ging es. Unten angekommen war das Bobby Car sogar noch in einem recht guten Zustand. Vielleicht auch durch die Wasserkühlung des Schnees. Fazit war: Es macht unheimlich bock. Hier muss man ein Rennen rausmachen- einen „Großen Preis“. Erst einmal im Internet nach eventuellen Umbaumaßnahmen schauen. Dort stellte der Präsi enttäuscht fest, dass bereits ein Haufen von Freaks lange vor ihm die Idee hatten und es sogar Vereine mit einem Dachverband gibt.

Na gut, egal, hat er sich gedacht, dann kann man Dinge übernehmen und man muss sich nicht alles selber ausdenken. Gespräche wurden mit der Gemeinde und der Feldmarksinteressenschaft geführt. Die gaben „grünes Licht“ und genügend „Verrückte“ die mitfahren wollten, gab es sowieso. Was die Organisation betraf, kümmerte sich ausschließlich Mario Bierwirth darum, nur am Renntag hatte er ca. 40 Helfer an seiner Seite.

Am 13.8.2005 war es dann soweit. Die Veranstaltung stand unter Dauerregen, trotzdem kamen 300 Zuschauer zu dem neuen Event nach Hörden. Es war ein durchschlagender Erfolg und zugleich war Hörden als Bobby Car Hochburg  geboren.

Dies sollte auf gar keinen Fall wieder einschlafen und damit selbstverständlich, dass es eine Fortsetzung geben wird.

Über die Wintermonate haben alle versucht ihre Erfahrungen des ersten Rennens in den Neu- bzw. Umbau des eigenen Bobby Cars einfließen zu lassen. Die Rennplanung übernahm wieder Mario Bierwirth, doch er hatte schon im Vorfeld einige Helfer zur Verfügung. Der Renntermin sollte auf demselben Wochenende liegen. Der 14.8.2006 war der „D-Day“. Wie im Vorjahr schloss man sich der Ferienpassaktion an. Zusätzlich machte man Werbung, indem man an einem Bobby Car Rennen in Dorste teilnahm und  mit einem kleinen Messestand auf dem Hördener Frühlingsmarkt auf sich aufmerksam machte. Es wurde sogar ein überdimensionales Bobby Car gebaut, mit dem man am Hördener Faschingsumzug teilnahm. Das Echo der Hördener war überwältigend. Es stand alles wieder einmal unter einem guten Stern. Durch die Erfahrungen des ersten Rennens hat man ein paar Dinge verändert und mit voller Power ging es dann in den Renntag. Das Wetter war etwas besser- nur zwei Regenschauer und die Zuschauer kamen noch zahlreicher (ca. 400). Alles lief wie geplant ab. Keine Verletzten, mehr Fahrer, besser Cars und ne Menge Spaß.

Das Rennen hat sich in Hörden und Umgebung etabliert.

Was danach geschah:

Für unseren Präsidenten Mario allein wurde es langsam zu viel Arbeit, da auch immer mehr organisiert werden musste. Hier kam ihm dann die Idee zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Sein Traum war es immer einen Verein zu gründen. Warum nicht einen Bobby Car Club?

Eine Nachfrage bei den anderen ergab eine positive Zustimmung. Also ging es los! Leider sind wir hier in Deutschland, wo es für alles Regeln, Gesetze und Vorschriften etc. gibt, aber nachdem man sich durch den „Paragraphendschungel“ durchgekämpft hatte, stand alles zur Gründung eines Bobby Car Vereines bereit.

Der Name entstand allerdings tatsächlich in einer Bierlaune. In einer „harten Runde“ kam man auf eine Internetadresse, die lauten sollte www.derranddesteers.de , dies eignete sich aber nicht für einen Vereinsnamen- viel zu lang. Nach einer Menge schlechter Vorschläge wandelte man den Namen Roadrunner in „Rotrunners“ um. Rot wie das Rot des Bobby Cars. Die Idee hatte Michael Münch und es schlug ein, wie eine Rakete.

Bobby Car Club Rotrunners Hörden e.V.

Ein wenig verunsichert ging der zukünftige Präsi Mario am 23.3.2007 in den Hördener Krug zur Gründungsversammlung. Er wusste nicht, ob überhaupt jemand kommen würde. Dies war aber eine völlige Fehleinschätzung. Der Clubraum war voll. 33 Gründungsmitglieder wurden gezählt und einige Kinder sind auch bereits eingetreten. Wahnsinn!!! Es wurde eine schöne Versammlung mit vielen Ideen und Vorschlägen. Am Ende hatte man den ersten Bobby Car Club in Norddeutschland gegründet- nun kann uns keiner mehr aufhalten.

Der Renntermin für das Jahr 2007 wurde auf das Wochenende des 18./19.8. festgelegt. Erstmalig über zwei Tage.

Dem Neugegründeten Verein war es natürlich wichtig sich am Dorfgeschehen zu beteiligen: Schießen der Vereine, Schießen für das Schützenfest, Müllsammelaktion der Feldmark, Firmenjubiläum unseres Vereinsmitgliedes Andreas Minde, Teilnahme am Schützenfestumzug, um nur einige Dinge zu nennen. Momentan laufen die Bestellungen der Poloshirts für unser Rennwochenende.

Fazit:

In diesem Verein bewegt sich was, dies zeigt auch die wachsende Zahl an Mitgliedern auf mittlerweile 53. Wer also Lust hat mitzuwirken ist bei uns jeder Zeit willkommen.

          

 
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